Mein Tier kriegt`nen Knall! – Silvesterangst bei meiner Katze

Alle Jahre wieder…prallen – oder knallen am Silvesterabend die Interessen von Mensch und Tier aufeinander. Zugegeben, so ein Feuerwerk ist nett anzusehen.

Wenn ich dann allerdings in das entsetzte Gesichtchen meiner Zaubermaus schaue, beschleicht mich sofort ein schlechtes Gefühl und die Fenster werden abgedunkelt, um das Katzengrauen bestmöglich auszublenden.

Lea und Silvester, das entsetzte Gesichtchen

Oft sind es kleine, leicht durchzuführende Maßnahmen, die unsere Katzen dankbar annehmen werden, um geräusch- und stressarm ins neue Jahr zu kommen.

Ein zunächst banal anmutender, aber nicht zu unterschätzender Ratschlag lautet:

Versuchen Sie, so natürlich wie möglich zu agieren. Jede Abweichung vom gewohnten Tagesablauf löst unwillkürlich Misstrauen beim tierischen Mitbewohner aus. Man kennt dieses Phänomen unter anderem auch vom Kofferpacken 🙂

Freigänger sollten selbstverständlich am 31.12. im Haus gehalten, auch wenn diese Maßnahme zunächst auf Unverständnis stößt.




Rückzugsmöglichkeiten sollten Katzen natürlich zu jeder Jahreszeit ausreichend zur Verfügung stehen, allerdings erfordern außergewöhnliche Ereignisse besondere Maßnahmen: Ich stelle an Silvester beispielsweise sicher, dass im Kleiderschrank, dem sichersten Zufluchtsort der Wohnung, ein kuscheliges Eckchen hergerichtet ist.

Es gibt diverse Mittel im Handel, die eine beruhigende Wirkung versprechen.

Dabei ist jedoch zu bedenken, dass die „sanften Drogen“ meist über einen gewissen Zeitraum gegeben werden müssen, um den gewünschten Effekt zu entfalten.

Auf den letzten Drücker zum Tierarzt zu gehen, um ein stärkeres Beruhigungsmittel zu erwerben, ist keine gute Idee, da jeder seriöse Veterinärmediziner vor der Verabreichung solcher Präparate eine sorgfältige Herz-Kreislauf-Untersuchung des Konsumenten durchführen wird.

Sollte man also einen extremen Angsthasen zu Hause haben, wäre es ratsam, bereits im Vorfeld einen Termin für eine solche Untersuchung auszumachen und das empfohlene Präparat eventuell sogar schon vorher einmal zu testen – manchmal treten nämlich sogenannte paradoxe Reaktionen auf, das heißt, das Tier reagiert nicht entspannt, sondern aufgedreht oder sogar nervös.

Auch unter den Stubentigern gibt es ausgesprochene Schöngeister, die bei ruhiger, klassischer Musik so richtig abschalten können. Auch hier gilt: Versuch macht klug!

Es gibt sogar spezielle Entspannungs-CDs für Katzen, aber auch ein anderer gleichmäßiger Geräuschpegel wie Radio oder Fernseher in der üblichen Lautstärke kann dazu beitragen, die Knallerei akustisch in den Hintergrund zu drängen.

Eine Desensibilisierung von Geräuschphobien kann unter Anleitung eines Verhaltensspezialisten durchgeführt werden. Dies erfordert zwar etwas Zeit und Geduld, zahlt sich aber bei besonderen Sensibelchen unter Umständen aus.

Ingo i der Decke

Oft lauert die Gefahr aber auch an ganz unverhofften Orten:

Vergiftungen durch das Wasser, welches vom Bleigießen stehen geblieben ist, sind keine Seltenheit.

Auch ist bei den an sich harmlosen Wunderkerzen schon so manches mal „der Funken übergesprungen“.

Lea, Ingo und ich wünschen Ihnen und Ihren Samtpfoten ein angenehmes Jahr 2018

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*